Instrumentarium - coro monte zavelli

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Instrumentarium

So klingt unser Ensemble


Die Blockflöte gehört mit zu den ältesten Musikinstrumenten. Im frühen Mittelalter war sie das Instrument der Hirtenvölker, Spielmänner und Gaukler. Zur Renaissancezeit hielt die Blockflöte Einzug in die adeligen Hofkapellen und entwickelte sich vom einfachen, einteiligen Instrument zu einem vielseitigen, in unterschiedlichen Stimmlagen spielbares Instrument. Man baute die Blockflöten in unterschiedlichen Größen, somit waren die Musiker in der Lage, die Vokalmusik mit den Blockflöten zu unterstützen oder rein instrumental zu spielen. Im 16. Jahrhundert führte die Entwicklung des Daumenlochs zu einer deutlichen Ton- und Klangerweiterung.
In der nachfolgenden Barockzeit veränderte sich die Bauweise der Blockflöte erneut, bedingt durch den veränderten musikalischen Zeitgeist, der geprägt war durch einen hohen Anspruch an die musikalische Ausdruckskraft. Aus der einteiligen Bauweise wurde nunmehr ein dreigliedriges Instrument mit veränderten Innenlochbohrungen gebaut. Viele barocke Komponisten schrieben eigens für die Blockflöte solistische Werke.


Auch heute wird die Bauweise der Blockflöte ständig weiter entwickelt. Nach unseren Konzerten werden wir immer wieder mit dem Blick auf die großen eckigen Flöten gefragt, was denn das für eigentümliche Instrumente seien. Die Antwort lautet: einfach Blockflöten.

In den 70er Jahren entwickelte Joachim Paetzold  in Anlehnung an die Holzpfeifen einer Orgel die Idee der eckigen Bauweise, die von seinem Neffen Herbert Paetzold weiterentwickelt wurde.  Diese neu entwickelten Bassinstrumente sind aus relativ einfachem Holz gefertigt und sind drei-, teilweise auch vierteilig. Der größte Vorteil dieser Bauweise liegt darin, dass diese Instrumente viel schneller und direkter angeblasen werden können, bedingt durch die 180° Knickung der Luftsäule wird das Anblasrohr ca. 9mal kürzer als das Anblasrohr der barocken Bauweise.



Die heute bekannteste und am weitesten

verbreitete Blockflöte ist

die Sopranblockflöte (C-Flöte)

und deren größere Schwester

die Altblockflöte (F-Flöte).


Grundsätzlich teilt man die Blockflöten nach ihrer Griffweise in C-Instrumente (Garkleinflötlein, Sopran-, Großbass- und Subgroßbassflöte) oder F-Instrumente (Sopranino, Alt-, Bass- Subbass-, Subkontrabassflöte) ein. Um die Palette aller Blockflöten zu spielen, genügt es, diese zwei Griffweisen zu beherrschen. Natürlich bestehen erhebliche Unterschiede in Blas- und Atemtechnik und kleine Unterschiede in der Spannweite der Hand- und Fingerhaltung. Die Blockflöten in unserem Ensemble kann man mit den verschiedenen Stimmlagen eines Chores vergleichen: Sopran, Alt, Tenor und Bass. Der Tonhöhenunterschied zwischen Sopran und Tenor und der zwischen Alt und Bass beträgt eine Oktav, was sich im Blockflötenbau (ausgenommen sind die Paetzoldinstrumente) in der Verdopplung der Instrumentenlänge bemerkbar macht, d.h.

für die C-Instrumente gilt:    

- die Sopranflöte ist doppelt so groß wie das Garkleinflötlein                  
- die Tenorflöte ist doppelt so groß wie die Sopranflöte
- die Großbassflöte ist doppelt so groß wie die Tenorflöte
- die Subgroßbassflöte ist doppelt so groß wie die Großbassflöte

           
für die F-Instrumente gilt:   
            
- die Altflöte ist doppelt so groß wie die Sopraninoflöte  
            
- die Bassflöte ist doppelt so groß wie die Altflöte
            
- die Subbassflöte ist doppelt so groß wie die Bassflöte
            
- die Subkontrabassflöte ist doppelt so groß wie die Subbassflöte

Die Blockflöte kann sehr virtuos gespielt werden und erfordert eine anspruchsvolle Atem- und Spieltechnik, will man das Instrument wirklich zum Klingen bringen.
Ihren Namen verdankt die Blockflöte dem eingesetzten Holzblock im Kopfstück des Instruments. Erst durch diesen Holzblock ist eine Tonerzeugung möglich. Der Holzblock bildet im Kopfstück einen engen Windkanal, so dass die Luft am scharfkantigen Labium, der Seele des Instruments, verwirbelt wird und die Luftsäule in der Flöte in Schwingung versetzt.  


Wenn man alle unsere Instrumente nach ihrem tiefsten Ton von unten nach oben sortiert, erhält man folgende Anordnung mit ihren jeweils tiefsten Tönen:

Garkleinflötlein   C’’’

Sopranino  F’’

Sopran   C’’

Alt   F’

Tenor   C’

Bass   F 0

Großbass  C 0

Subbass  F 1

Subgroßbass   C 1

Alle diese Instrumente sind in unserem Ensemble mehrfach vertreten und können in der Regel von jedem Spieler bedient werden, so dass ein wandlungsfähiger und abwechslungsreicher Klang entsteht, der dem Klang einer Orgel und dem Klang der menschlichen Stimme sehr ähnlich ist.


 
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